Font Size

SCREEN

Profile

Layout

Menu Style

Cpanel

Wasser – Flüssiges Gold


 

1. Flüssiges Gold: Wie viel Wasser ist für den Körper optimal und wie nimmt man es richtig zu sich?

Ohne Nahrung kann der menschliche Körper einige Wochen überleben, auch Sportausfälle verkraftet er, ohne Wasser resignieren wir allerdings bereits nach wenigen Tagen. Die richtige Flüssigkeitsaufnahme ist also für einen gesunden, fitten und schönen Körper der erste Punkt, an dem Sie arbeiten sollten. Doch wie viel Wasser ist für den Körper optimal und wie merkt man, dass man Durst hat?

Der Mensch besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser, welches allerhand Funktionen und Aufgaben im Mechanismus Körper übernimmt: Wasser reguliert die Körpertemperatur, transportiert Nährstoffe und wird für alle Stoffwechsel- und Ausscheidungsvorgänge benötigt. Wie sollte all das also problemlos funktionieren, wenn der Körper unter einem Flüssigkeitsmangel leidet?

Klimaanlage und Sauna in einem

Um Ihnen noch einmal zu verdeutlichen, wie wichtig die optimale Flüssigkeitsversorgung für den Körper ist, möchten wir Sie an dessen natürliche Temperaturregulation erinnern: Eine unglaubliche Anzahl an Schweißdrüsen sorgt an jeder Stelle unseres Körpers dafür, dass die Körpertemperatur bei gesunden 36 bis 37 Grad Celsius liegt (Beispiel: Ca. 150 bis 200 Schweißdrüsen an Bauch und Brust und das pro Quadratzentimeter). Die Schweißdrüsen sondern bei Überhitzung durch beispielsweise Sonne, Sport oder Krankheit Flüssigkeit ab, die auf der Haut verdunstet. Durch diesen Prozess entsteht die Verdunstungskälte, die den Körper eben wieder auf normale Temperaturen abkühlt.

Natürlicher Logistiker

Außerdem sorgt die Flüssigkeit im Körper dafür, dass die durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe durch den Körper zu den Zellen transportiert und Stoffwechselabbauprodukte abtransportiert werden. Und ganz nebenbei, regt eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr auch die Nierenfunktion an, dadurch können Schadstoffe besser aus dem Blutkreislauf herausgefiltert und ausgeschieden sowie der Elektrolythaushalt balanciert werden.

Wie trinkt man richtig?

Die Frage nach der idealen Flüssigkeitsmenge ist bei vielen Medizinern nach wie vor ein häufiges Streitthema. Fakt ist jedoch, dass es den wenigsten Menschen passiert, zu viel zu trinken – ausgeschlossen sind von dieser Aussage allerdings Menschen mit Herz-, Nieren- oder Leber-Krankheiten, da diese meist vom Arzt geringere Flüssigkeitszufuhren verordnet bekommen.

Durch Ausscheidungen und über die Haut verliert ein erwachsener Mensch etwa 2,5 Liter pro Tag, die dem Körper selbstverständlich irgendwie wieder zurückgegeben werden müssen. 1,5 Liter Flüssigkeit, am besten in Form von Tee oder stillem Wasser, sollte man also täglich trinken, den Rest nimmt man durch die Nahrung auf. Noch idealer wäre es allerdings, wenn man eine grundsätzliche Faustregel befolgt: 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht bei einem gesunden Menschen. Heißt also, dass eine Frau mit einem Körpergewicht von etwa 65 Kilogramm idealerweise zwischen 2 und 2,5 Liter Wasser am Tag trinken sollte. Es ist jedoch nicht sonderlich sinnvoll, dem Körper diese Trinkmenge in großen Schüben binnen kürzester Zeit zuzuführen, da der Darm nur etwa 500 bis 800 Milliliter Wasser pro Stunde aufnehmen kann und den Rest unbenutzt wieder ausscheidet. Mit einem Glas Wasser pro Stunde sind Sie also gut beraten.

Fakt ist auch, dass ein Flüssigkeitsmangel von gerade einmal 2 Prozent nachweislich zu einem körperlichen und geistigen Defizit führt. Typische Begleiterscheinungen von Wassermangel sind außerdem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verstopfungen und Verdauungsschwierigkeiten, Mundtrockenheit sowie emotionale Schwankungen. Oft führen die Begleiterscheinungen vom Flüssigkeitsmangel als Hunger fehlinterpretiert – bedeutet also, dass man isst, obwohl man eigentlich Durst hat.

Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, zu allererst einen halben Liter Wasser am Morgen auf leeren Magen zu trinken. Dadurch wird nicht nur Ihr Energieumsatz um 30 Prozent erhöht, sondern auch zusätzliche Kalorien verbrannt. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Trinken Sie außerdem vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser, so wird bereits der erste Hunger gestillt und die Nahrung im Körper später besser durch den Darm transportiert. Wichtig ist es auch, vor dem Sport ausreichend (ein bis zwei Gläser) zu trinken, um Krämpfe und einen Leistungsabbau zu vermeiden.

Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Erhöht ist der Flüssigkeitsbedarf selbstverständlich, wenn sich die äußeren Umstände verändern, Sie sich entweder körperlicher Anstrengung, direkter Sonneneinstrahlung oder Hitze aussetzen und dadurch mehr Schwitzen. Auch Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen oder Fieber entziehen dem Körper Wasser und führen dazu, dass wir einige Liter Flüssigkeit mehr brauchen. Gewöhnen Sie sich also grundsätzlich an, auf Ihren Körper zu hören. Wenn sich ein Durstgefühl breit macht, ist der Mangel in der Regel schon eingetreten, da dieses Gefühl ein Notsignal des Mechanismus ist.

Das ideale Getränk

Selbstverständlich sind stille Wasser und ungesüßte Tees die idealen Flüssigkeiten, um den Körper gesund zu versorgen. Limonaden und Fruchtsäfte haben schlichtweg einen viel zu hohen Zuckergehalt. Wenn Sie ganz und gar nicht auf den fruchtigen Geschmack verzichten können, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft in Ihr Wasser oder greifen Sie in Ausnahmefällen auf Saftschorlen (mit maximal einem Drittel Saftgehalt) zurück. Auch Milch eignet sich, um die Flüssigkeitsaufnahme zu regeln, beachten Sie allerdings hier die hohe Kalorienzahl und reduzieren Sie den Genuss auf ein Glas am Morgen oder Abend. In Sachen Trinktemperatur merken Sie sich, vor allem im Sommer: Cool ist uncool! Flüssigkeiten mit einer Temperatur von 15 Grad Celsius können vom Körper nämlich am besten und schnellsten aufgenommen werden.

Quelle: http://www.erdbeerlounge.de/lifestyle/fit-gesund/gesundheit/ernaehrung-wie-sie-ihren-koerper-optimal-mit-wasser-versorgen/

  


 

2. Studie der Harvard-Universität: Zu viel Wasser macht krank

 Forscher der Harvard-Universität kommen inmitten der Hitzewelle mit einer ganz neuen Studie um die Ecke - die wohl die meisten sehr überraschen sollte. Angeblich ist die Regel, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken, ein Irrtum. Im Gegenteil: Wenn man zu viel trinkt, kann sich das negativ auf den Organismus auswirken.

 Zur Zeit überrollt mal wieder eine Hitzewelle Deutschland. Wenn man nicht genug trinkt, hat man schnell mit üblen Symptomen zu kämpfen. Das können unter anderem Kopfschmerzen oder Übelkeit sein. Da überrascht es schon, was die Forscher der Medizinischen Fakultät der Harvard Universität nun im "Harvard Health Letter" zu berichten haben. Angeblich braucht der Mensch nämlich gar nicht so viel Flüssigkeit. Und dann setzen sie noch eins oben drauf: Wer zu viel trinkt, schadet sich selbst.

Auch interessant: CO2-Emissionen lassen Meere dauerhaft versauern.

Forscher behaupten: Die "2-Liter-Regel" ist Unsinn

 Forscher behaupten, dass die "2-Liter-Regel" ein Fehler ist. Bereits ein bis anderthalb Liter Flüssigkeit reichen ihrer Meinung nach völlig aus. Auch müsse Wasser nicht unbedingt in flüssiger Form zu sich genommen werden. Es reicht auch aus, Flüssigkeit in Obst, Gemüse, Suppen oder ähnlichem aufzunehmen und den Körper so mit Wasser zu versorgen, so Dr. Saha vom Dialysezentrum der Universitätsklinik Cleveland.

Zu viel Wasser ist schädlich - zu wenig aber auch

 Aber damit nicht genug. Zu viel Wasser kann sogar schädlich sein. Wer einfach nur trinkt, um eine vorgeschriebene Menge Flüssigkeit aufzunehmen, könnte damit sogar seine Nieren schädigen oder eine Hyponatriämie, ein Ungleichgewicht des Elektrolyte-Haushalts, hervorrufen. Vor allem soll man darauf achten, dass Wasser nicht auf einmal zu trinken, sondern über den Tag verteilt in kleineren Dosierungen zu sich zu nehmen. Dennoch ist dies kein Freifahrtschein für Wenig-Trinker. An heißen Tagen ist nämlich weiterhin eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr notwendig. Zu wenig trinken ist also auch gefährlich. Laut den Forschern kann man seine korrekten Flüssigkeits-Bedarf eigentlich nur mit einer Methode richtig abdecken: Immer auf die Zeichen des eigenen Körpers achten. Anzeichen einer Dehydrierung können Herzklopfen, Schwächeanfälle und Schwindel sein.

Quelle: http://www.news.de/gesundheit/855614104/forscher-warnen-studie-mineralwasser-sommer-trinken-zu-viel-wasser-trinken-kann-schaedlich-sein/1/ 

 

 

 

Können mehr als drei Liter Wasser schaden?

Von wegen trinken kann man nie genug: Wer zu viel Wasser zu sich nimmt, gefährdet seine Gesundheit. Erfolgt die Aufnahme schneller als die Ausscheidung, bleibt die Flüssigkeit im Kreislauf und verdünnt das Blut. Dadurch sinkt die Salzkonzentration im Blut. Ist ein bestimmter Wert unterschritten, drohen Muskelschwäche, Desorientierung oder epilepitsche Anfälle. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzversagen oder einem Hirnödem kommen.

Wasservergiftung durch zu viel Flüssigkeit

Weil Wasser angeblich gesund, schlank, fit und schön macht, versuchen viele Deutsche möglichst viel davon zu trinken. Im Normalfall verkraftet der Organismus eines Erwachsenen bis zu zehn Liter Wasser an einem Tag. Trotzdem raten Experten, täglich nicht mehr als drei Liter zu sich zu nehmen. Denn zu der sogenannten Wasservergiftung kann es auch bei geringeren Mengen kommen - auch, wenn man nur einmal zu viel Wasser trinkt. Die Folge: Der Körper läuft auf Sparflamme, um den Salzverlust auszugleichen. Das beeinträchtigt vor allem die Funktionen von Herz, Nieren, Hirn und Lunge.

Beim Sport nicht zu viel trinken

Zu den Personen, die auf ihre Trinkmenge achten sollten, gehören deshalb Menschen mit Herz-, Nieren- und Leberproblemen. Denn durch die Krankheit sind die Organe derart geschwächt, dass sie bei bestimmten Wassermengen nicht mehr richtig funktionieren. Gefährdet ist auch, wer viel trinkt und wenig isst - zum Beispiel bei einer Diät. Außerdem sollten Ausdauersportler darauf achten, nicht übermäßig viel zu trinken. Vor allem unerfahrene Läufer haben oft Angst, beim Joggen auszutrocknen und neigen deshalb zum "Über-Trinken": Lebensbedrohliche Kreislaufstörungen können die Folge sein.

1,5 Liter Wasser als Richtwert

Zu wenig sollte man aber auch nicht trinken. Denn um zu funktionieren, benötigt der Körper ein Mindestmaß an Wasser. Anderthalb Liter soll ein erwachsener Mensch über den Tag verteilt zu sich nehmen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). "So bleibt der Wasserhaushalt im Gleichgewicht", sagt DGE-Sprecherin Antje Gahl. Dies sei aber nur ein Richtwert. So bräuchten Männer mehr Flüssigkeit als Frauen, da sie mehr schwitzen. Auch die Ernährungsgewohnheiten spielen bei der richtigen Trinkmenge eine Rolle. Wer etwa viel Obst und Gemüse isst, muss weniger trinken als jemand, der sich vorwiegend von Brot und Fleisch ernährt.

Auf Vorrat trinken funktioniert nicht

Allerdings gibt es Situationen, in denen man bis zu drei Liter Wasser pro Tag trinken sollte - Sport ist eine davon. Denn je nach Intensität der Belastung schwitzt der Körper ein bis zwei Liter Flüssigkeit aus. Trinken während des Trainings ist deshalb wichtig. Auch bei Hitze oder einer Grippe schwitzt man mehr und muss darauf achten, genug zu trinken. Patienten mit Harnsteinen sollten ebenfalls mehr als die empfohlenen anderthalb Liter Wasser aufnehmen, sagen Mediziner. Denn dies kann die Bildung der schmerzhaften Steine verhindern. Auch bei Durchfall oder Erbrechen muss der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.

Übrigens: Auf Vorrat trinken funktioniert beim Menschen nicht. Denn anders als Kamele können wir kein Wasser speichern.

Quelle: jlu/t-online