Erich Peter

Erich Peter

Baubiologe

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86399 Bobingen

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Energiesparlampen statt Glühbirne
oder gleich LED ?

Die gute alte Glühbirne ist In Deutschland nicht zuletzt durch die strengen EU-Vorschriften aus den Regalen verschwunden und viele Menschen wünschten sich diese wieder zurück. Dagegen setzten moderne LED-Leuchten zum Überholvorgang an. Bei den herkömmlichen Energiesparlampen tut sich derweil nicht allzu viel – zumindest scheinen die Nachteile, die schon vor vielen Jahren bekannt waren, noch immer aktuell zu sein. Viele Verbraucher empfinden das Licht von Energiesparlampen als kalt und steril, was den Einsatz in typischen Wohlfühlräumen wie Bade- und Schlafzimmer deutlich abwertet. Davon abgesehen, brauchen vor allem preiswertere Modelle eine gewisse Zeit nach dem Einschalten, bis sie ihre Betriebstemperatur erreichen.

Stress durch Blauanteil und
elektromagnetische Felder

Eine Energiesparlampe gehört nicht in Kopf- oder Körpernähe, nicht an den Schreib- oder auf den Nachttisch, ein guter Meter Abstand sollte mindestens eingehalten werden, besser noch mehr.

Der Blauanteil im Licht sorgt für eine hormonell gesteuerte und unerwünschte Belastungs- und Stressreaktion. Denn das blaue Licht ist mit dafür verantwortlich, dass in der Zirbeldrüse, einem Teil des Zwischenhirns, weniger Melatonin (Schlafhormon) produziert wird, was gesundheitlich bedenklich ist.

Energiesparlampen emittieren starke elektromagnetische Felder, sowohl niederfrequente als auch hochfrequente. Die weltweit angewandte TCO-Norm für Computer wird von den meisten Sparleuchten erreicht und sogar überboten. Die Hochfrequenz lässt das Licht flackern. Und obwohl dies vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen werden kann, ist die höherfrequente Flimmerei in der medizinischen Literatur als „Stressfaktor“ ausgewiesen.

Herkömmliche Glühbirnen haben ein kontinuierliches Spektrum, das annähernd dem Sonnenlicht entspricht. Ähnliches gilt für Halogenglühlampen, deren Vorteile neben dem gewohnt warmen Licht und der langen Haltbarkeit im geringeren Stromverbrauch liegt.

Nicht nur, dass mittlerweile auch klar wird, dass die Versprechungen der Industrie bezüglich Brenndauer und Energieeinsparung bei normalem Hausgebrauch in weiten Teilen nicht stimmen. Langzeittests haben ergeben, dass die ausgewiesene Lebensdauer bei vielen Energiesparlampen nicht erreicht wird, die Lichtstärke lässt mit der Lebensdauer der Lampen nach, und das teilweise rapide. Viele Sparlampen halten nicht einmal ein Drittel der angegebenen Zeit, manche nicht mal ein Fünftel.

Fragwürdige Umweltverträglichkeit -
Gefahr für Kleinkinder

Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Wenn eine Lampe zu Bruch geht, verdunstet das hochgiftige Schwermetall schon bei Zimmertemperatur. Besonders giftig wirkt es, wenn es eingeatmet wird. Dies ist besonders für Kleinkinder gefährlich, die am Boden spielen. Bei massenhaftem Gebrauch wird das Problem der Umweltverschmutzung durch Energiesparlampen drastisch zunehmen.

Erste Erhebungen zeigen, dass die wenigsten Verbraucher die mit dem giftigen Schwermetall Quecksilber belasteten Leuchtmittel wie vorgeschrieben im Sondermüll entsorgen, die Mehrheit lässt sie einfach im Hausmüll verschwinden. Dies lässt die Ökobilanz der Energiesparlampen verheerend aussehen: Die Herstellung ist aufwändiger als bei Glühbirnen, das Quecksilber gelangt in Größenordnung von mehreren Hundert Kilo jährlich in die Umwelt. Recycling ist in Deutschland – anders als in anderen Ländern - so gut wie nicht vorgesehen.

Licht der Zukunft?

Bereits jetzt gilt die Energiesparlampe unter Fachleuten als Auslaufmodell. Effizienter und zudem langlebiger sind LED-Lampen. Die Zukunft gehört jedoch der Halogenlampe.

Erich Peter