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Energiesparlampen dürfen nicht in den Hausmüll

Quecksilber gelangt per Müllverbrennung in die Luft

Quelle: europaticker / feelgreen.de / mb (CF) / 19.03.2012


Energiesparlampen sind inzwischen die gängigsten Leuchtmittel. Nur wenige wissen, dass diese Leuchtmittel aufgrund des enthaltenen Quecksilbers zur Kategorie der gefährlichen Abfälle zu zählen sind. Wie Bülent Gülcehre, Sachbearbeiter vom Dezernat für Kommunale Abfallwirtschaft beim Regierungspräsidium (RP) Gießen mitteilt, werden
bisher nur zu circa 40 Prozent der Energiesparlampen recycelt, der Rest landet einfach im Hausmüll. Dadurch kann Quecksilber über die Deponie in Boden und Grundwasser oder per Müllverbrennung in die Luft gelangen.
Die Abfallexperten beim RP appellieren daher dringend an alle Bürgerinnen und Bürger, Energiesparlampen vom übrigen Abfall zu trennen und sie bei den örtlichen Wertstoffhöfen zur umweltschonenden Entsorgung abzugeben. Quecksilber sei eines der für Menschen und Tiere giftigsten Schwermetalle und rufe bei übermäßiger Aufnahme durch den Körper ernste Gesundheitsschäden hervor. Darüber hinaus sei es stark wassergefährdend. Das Schwermetall aus den Abgasen einer Abfallverbrennungsanlange zu entfernen, sei mit einem hohen technischen und finanziellen Aufwand verbunden. Abfälle mit Quecksilbergehalt könnten zu Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte sowie zu einer Kontamination von Rauchgasreinigungsrückständen führen, die dann mit hohen Kosten als Sonderabfall entsorgt werden müssten, fasst der Experte abschließend zusammen.

LED-Lampen dürfen auch nicht in den Hausmüll
Zwar enthalten LED-Lampen keine Anteile an Quecksilber, dafür allerdings elektronische Bauteile. Aus diesem Grund fallen sie beim Entsorgen unter das deutsche Elektrogesetz (ElektroG). Elektrogeräte müssen gesondert entsorgt werden. Für ein fachgerechtes Recycling werden LED-Lampen wie Energiesparlampen bewertet und sind an entsprechenden Sammelstellen oder auf dem Recyclinghof abzugeben.

Nicht jede LED ist Elektromüll
Ausnahmen stellen hingegen LEDs dar, die fest in einem Gerät verbaut und nicht austauschbar sind. Darunter Fallen beispielsweise LED-Leuchten in privat genutzten Taschenlampen, Fahrrad- und Stirnleuchten, Lichterketten und ähnlichen Produkten. Hier werden die Leuchtmittel entsprechend dem Hauptbestandteil des Produktes entsorgt, in das sie verbaut sind. In diesen Fällen landen LED-Leuchten ausnahmsweise doch im Hausmüll oder anderen Entsorgungssystemen.

 
 


Erich Peter
Baubiologe

zu errreichen
Eichenstr. 7,
86399 Bobingen

Tel. 08234 / 6521

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